Fahrzeuge mit Elektromotor

Batterie

Das Elektroauto gibt es seit Langem. Schon 1899 schaffte ein Elektroauto 100 km/h. In der Anfangszeit des Automobils war noch nicht klar war ob sich der Elektro- oder der Verbrennungsmotor durchsetzt. Doch bald verschwanden die Elektrofahrzeuge weitgehend. Dank der Entwicklung der Batterietechnik, sowie der Notwendigkeit des Klimaschutzes gewinnen Elektrofahrzeuge wieder an Bedeutung. 

Inzwischen ist der Elektromotor auch effizienter geworden. Weitere Fortschritte braucht es bei der Speicherung der elektrischen Energie und bei der Wiederverwertung der Lithium-Ionen-Akkus.

 

Technische Eigenschaften

Ein Elektroauto hat weder Getriebe noch Kupplung, sondern einfach einen Elektromotor, der den Strom einer Reihe von Akkus entnimmt. Diese werden entweder durch eine externe Stromquelle wieder aufgeladen oder durch Rückgewinnung elektrischer aus kinetischer Energie beim Abwärtsfahren oder Verlangsamen. 

 

Einsatz/Verwendung

Die Reichweite von Elektroautos hängt in der Praxis von verschiedenen Faktoren ab (Ladekapazität, Art der zurückgelegten Strecken, Einsatz von Nebenverbrauchern wie Heizung etc., Fahrstil, Fahrzeugeinsatz usw.) und kann deshalb stark schwanken. Grundsätzlich ist sie auch heute noch geringer, als dies bei einem Auto mit Verbrennungsmotor der Fall ist, wird aber immer besser. Manche Elektroautos haben heute schon eine Reichweite von über 400 Kilometern. Sehr unterschiedlich ist auch die zum Aufladen benötigte Zeit. Sie hängt vom Fahrzeugtyp und der Leistungsfähigkeit der Ladestation ab und liegt zwischen dreissig Minuten und etwa zehn Stunden. 

Aufgrund der oben erwähnten Bedingungen eignet sich ein Elektroauto zu Personen, die kaum lange Strecken zurücklegen. Vorteilhaft ist, zu Hause über eine Ladestation zu verfügen. 

 

Auswirkungen auf die Umwelt

Im Betrieb ist ein Elektroauto sehr ökologisch, weil es weder Treibhausgase noch Feinstaub ausstösst. Der Elektromotor hat überdies einen sehr hohen energetischen Wirkungsgrad (zwei- bis dreimal höher als jener eines Verbrennungsmotors). Die Quelle des eingesetzten Stroms beeinflusst die Auswirkungen elektrisch betriebener Fahrzeuge auf die Umwelt allerdings beträchtlich. In der Schweiz stammen durchschnittlich fast zwei Drittel des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen (Wasser-, Solar- und Windkraft), und etwa ein Fünftel aus Kernenergie. 

Bei der Ökobilanz von Elektrofahrzeugen fallen ausserdem die – energiehungrige – Herstellung des Akkus und dessen Wiederverwertung ins Gewicht, wobei Letztere noch in den Kinderschuhen steckt. Zur Zeit muss der Akku eines Elektrofahrzeugs ersetzt werden, sobald er nur noch 70 bis 75 Prozent seiner ursprünglichen Ladekapazität aufweist. Danach kann er noch als stationärer Stromspeicher weiterverwendet werden. 

 

Vor- und Nachteile

Vorteile: Elektromotor, der (je nach Energiemix) mit erneuerbarer Energie betrieben werden kann; keine Verschmutzung im Betrieb; sehr hoher energetischer Wirkungsgrad; geringe Betriebskosten.

Nachteile: Preis des Fahrzeugs; Herstellung und bisher beschränktes Recycling des Akkus.

 

Antworten auf weitere Fragen finden sich in den FAQ des VCS zum Thema Elektroautos.